Kontakt
  1. Wohngebäude
  2. Wissen
  3. Wärmepumpe
  4. Nachrüstung einer Wärmepumpe

Nachrüstung einer Wärmepumpe: Voraussetzungen und Vorteile

Wärmepumpen nutzen kostenlose Energie aus der Umgebung zum Heizen. Sie sind effizient und klimafreundlich und helfen, Heizkosten zu sparen. Um diese Vorteile zu nutzen, können Sie eine Carrier-Wärmepumpe nachrüsten. In den folgenden Abschnitten werden die Voraussetzungen erläutert und erklärt, wann eine Nachrüstung sinnvoll ist.

Rüsten Sie auf eine Wärmepumpe um und profitieren Sie davon

Eine Wärmepumpenheizung kann mit nur einer Kilowattstunde Strom drei bis fünf Kilowattstunden Wärme liefern. Dies wird durch einen technischen Prozess erreicht, bei dem ein Kältemittel wiederholt verdampft, komprimiert und expandiert wird. Diese umweltfreundliche Heizung arbeitet völlig ohne Verbrennung. Es sind weder ein Schornstein noch Abgasuntersuchungen erforderlich. Sie verbraucht selbst keine fossilen Brennstoffe und erzeugt keine Abgase oder schädliche Emissionen. Zusammen mit dem hohen Wirkungsgrad der Heizgeräte sorgt dies für nachhaltig niedrige Heizkosten. Auch die Nebenkosten werden reduziert, da die Technologie wartungsarm ist und kein Schornstein benötigt wird.

Wenn Sie eine Wärmepumpe nachrüsten, profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Sparsames Heizen mit erneuerbarer Energie aus der Luft
  • Keine direkten Emissionen von CO₂ oder Luftschadstoffen
  • Wartungsarme, bewährte und zuverlässige Heiztechnik
  • Niedrigere Heizkosten dank hohem Wirkungsgrad
  • Keine Schornstein- und Abgasinspektionen bedeuten geringere Nebenkosten
  • Platzsparend ohne Heizöltank oder Gasanschluss im Gebäude
  • Heizen und Kühlen mit einem zentralen System möglich

Voraussetzungen für die Nachrüstung einer Wärmepumpe

Grundsätzlich kann eine Wärmepumpenheizung in fast jedem Gebäude installiert werden. Es gibt jedoch einige Punkte zu beachten, um sicherzustellen, dass das System effizient und wirtschaftlich arbeitet. Der Grund dafür liegt in der besonderen Funktionsweise. Die Umgebungsenergie verdampft ein Kältemittel. Ein Kompressor erhöht die Temperatur durch den Druck, und das Medium gibt Wärme an das Heizsystem ab. Je größer der Unterschied zwischen der Quelle- oder Umgebungstemperatur und der Heizwassertemperatur ist, desto mehr Leistung verbraucht der Kompressor. Wenn Sie eine Carrier-Wärmepumpe nachrüsten und Heizkosten sparen möchten, sollten Sie diesen Temperaturanstieg begrenzen. Hier finden Sie einen Überblick, wie Sie dies erreichen können:

  • Heizungsanlage abgleichen und Vorlauftemperatur optimieren: In einer unausgeglichenen Heizungsanlage ist die Temperatur des Heizwassers oft etwas zu hoch. So können zwar alle Räume mit Wärme versorgt werden, doch der Stromverbrauch für die Umgebungsheizung steigt. Der hydraulische Abgleich ist daher die erste Voraussetzung bei der Nachrüstung einer Wärmepumpe. Dies wird in der Regel vom Fachbetrieb im Rahmen der Installation durchgeführt.

  • Große Heizkörper oder Flächenheizungen nachrüsten: Damit ein kleiner Heizkörper einen großen Raum beheizen kann, muss er mit sehr hoher Temperatur betrieben werden. Nur so lässt sich ausreichend Wärme bereitstellen. Die hohe Temperatur führt jedoch zu einem großen Temperaturanstieg und damit zu einem höheren Stromverbrauch der Raumheizung. Sie sollten kleine Heizkörper durch größere ersetzen oder eine Fußbodenheizung mit der Wärmepumpe nachrüsten, um die Heizkosten niedrig zu halten.

  • Wärmedämmung anbringen oder Fenster austauschen: Unisolierte Häuser mit alten Fenstern verlieren im Winter viel Wärme an die Umgebung. Eine hohe Heizleistung ist erforderlich, um den Verlust auszugleichen und optimale Raumtemperaturen aufrechtzuerhalten. Zusammen mit kompakten Heizflächen bedeutet dies, dass eine hohe Vorlauftemperatur benötigt wird. Wenn Sie eine Wärmepumpe nachrüsten und Heizkosten sparen möchten, lohnt es sich daher oft, Ihre Fenster auszutauschen und/oder Ihr Haus zu dämmen. In vielen Fällen können Sie einige dieser Maßnahmen sogar selbst durchführen, wie zum Beispiel die Dämmung von Dachboden- und Kellerdecken. Das kostet nicht viel und bringt bereits spürbare Vorteile.

Wichtig zu wissen: Sie können eine Wärmepumpe nachrüsten, wenn die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage auf etwa 50 bis 55 Grad Celsius begrenzt werden kann. Mit jedem Grad Celsius weniger sinken die Heizkosten um ein bis zwei Prozent.

Modernisierung einer bestehenden Heizungsanlage: Hybridlösung in älteren Gebäuden

Wenn die Voraussetzungen nicht ideal sind, können Sie auch eine bestehende Öl- oder Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten. Diese lässt sich problemlos in Ihr aktuelles Heizsystem integrieren. Sie kann allein ausreichend Wärme liefern, um über weite Teile des Jahres für behagliche, warme Räume zu sorgen, wobei die fossile Heizung nur an sehr kalten Wintertagen zum Einsatz kommt. Indem Sie Ihren Verbrauch an fossilen Brennstoffen auf diese Weise reduzieren, können Sie Ihre Heizkosten ganz einfach senken. Sollte Ihre bestehende Heizungsanlage bereits veraltet sein, ist es nach geltendem Recht auch zulässig, eine neue Gasheizung mit einer Carrier-Wärmepumpe zu kombinieren. Die umweltfreundliche Heizung muss jedoch je nach Betriebsmodus 30 bis 40 Prozent des Heizbedarfs des Gebäudes decken.

Hybridlösung mit Wärmepumpe und Gasheizungsanlage –– nicht immer die richtige Wahl

Es ist nicht immer sinnvoll, eine neue oder bestehende Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachzurüsten. Denn bei Gasheizungen fallen einige zusätzliche Kosten an, die beim Vergleich der Zahlen berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören Zählerkosten, Gasgrundgebühren sowie Aufwendungen für Wartung und Abgasuntersuchungen. Entfernt man die fossile Komponente , entfallen all diese zusätzlichen Kosten. Deshalb kann sich die Nachrüstung einer Wärmepumpe ohne Gasheizungsanlage lohnen, selbst wenn die zu erwartenden Heizkosten etwas höher sind als bei einer Hybridlösung.

FAQ: Die häufigsten Fragen zur Nachrüstung einer Wärmepumpe

Ja. Grundsätzlich kann diese Technologie jedes Gebäude mit Wärme versorgen. Allerdings sollte die Vorlauftemperatur im Gebäude 50 bis 55 Grad Celsius nicht überschreiten, um einen hohen Wirkungsgrad zu gewährleisten. Alternativ können Sie eine neue oder bestehende Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten.

Nein. Eine Gebäudedämmung ist keine Voraussetzung für den effizienten Betrieb dieser umweltfreundlichen Heizungsanlage. Sie ermöglicht es jedoch, die Vorlauftemperaturen zu senken und so Heizkosten zu sparen. Ein lokaler Energieberater kann beurteilen, ob die Einsparungen die Kosten übersteigen würden.

Ja, das ist möglich. Oft lohnt es sich jedoch, einzelne Heizkörper auszutauschen, um die Vorlauftemperatur im gesamten System zu senken. Wenn Sie mit der Wärmepumpe kühlen möchten, empfehlen wir jedoch die Installation einer Flächenheizung. Bitte beachten Sie: Wenn Sie eine Wand-, Decken- oder Fußbodenheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten, erhalten Sie dafür ebenfalls einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent.

Dies ist in vielen Fällen möglich. Wenn kein Platz für eine herkömmliche Luft/Wasser-Wärmepumpe vorhanden ist, können Sie auch eine Klimaanlage installieren. Diese versorgt Ihre Wohnräume über die Luft mit Wärme und ist eine Lösung, die häufig in Wohnungen zum Einsatz kommt.

Ja, das ist möglich. Wenn die Leistung eines einzelnen Systems nicht ausreicht, können mehrere Heizgeräte miteinander kombiniert werden. Das hat den Vorteil, dass die Leistung über einen großen Bereich variabel eingestellt werden kann und das Heizsystem stets wirtschaftlich für Sie arbeitet.